Was eine W/m²-Abschätzung leisten kann
Für einen schnellen Plausibilitätscheck kann die beheizte Fläche mit einem spezifischen Leistungswert multipliziert werden. HeizKlug verwendet dafür bewusst mehrere Gebäudestufen statt eines einzigen pauschalen Werts. So wird sichtbar, wie stark Sanierungszustand und Bauqualität das Ergebnis beeinflussen.
| Beispielansatz | 100 m² | 150 m² | 200 m² |
|---|---|---|---|
| 40 W/m² | 4,0 kW | 6,0 kW | 8,0 kW |
| 70 W/m² | 7,0 kW | 10,5 kW | 14,0 kW |
| 100 W/m² | 10,0 kW | 15,0 kW | 20,0 kW |
| 140 W/m² | 14,0 kW | 21,0 kW | 28,0 kW |
Warum die Spanne so groß ist
Außenflächen, Fenster, Luftdichtheit, Dämmung, Raumtemperaturen, Lüftungsverhalten und Standort wirken auf die Heizlast. Auch die Raumhöhe ist relevant: 150 m² mit 2,4 m Raumhöhe sind nicht dasselbe wie 150 m² mit 3,2 m. Deshalb kann eine einfache Flächenrechnung nur grob vorsortieren.
Kesselleistung nicht verwechseln
Ein vorhandener 24-kW-Kessel beweist nicht, dass das Gebäude 24 kW Heizlast hat. Bestandskessel wurden häufig mit Reserve gewählt und können Warmwasserbereitung oder andere Betriebsanforderungen abdecken. Für eine Wärmepumpe ist die reale Gebäudelast wichtiger.
Wann genauer gerechnet werden sollte
Sobald eine konkrete Wärmepumpe, Heizkörperanpassung oder größere Investition geplant wird, sollte die überschlägige Flächenmethode durch eine belastbarere Ermittlung ergänzt werden. Besonders kritisch sind sehr alte Gebäude, Teilflächen mit stark unterschiedlichen Standards und Häuser mit ungewöhnlicher Geometrie.
HeizKlug-Rechner
Für die erste Orientierung kannst du den Heizlast-Schnellrechner verwenden. Wenn belastbare Verbrauchsdaten vorliegen, liefern die Rechner aus Ölverbrauch und aus Gasverbrauch einen zweiten Plausibilitätsweg.